VPA Broschüre für 2025
Folgend finden Sie die Online-Version unserer Broschüre für 2025.
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Sie können die Tagung in Präsenz oder online besuchen.
HV... Hauptvortrag
WS... Präsenz-Workshop
WEB...Online-Workshop (Referent:innen Online, wird. tw. vor Ort gestreamt)
NV... Nebenvortrag (Referentin vor Ort, wird tw. Online gestreamt)
Freitag, 02.10.2026 |
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| ab 08:00 Uhr | Registrierung |
| 09:15 - 09:30 Uhr | Begrüßung |
| 09:30 - 10:45 Uhr |
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"I’ve looked at Love from both Sides now": Verliebtheit und Ent-Täuschung, Bindung und Verbundenheit
Dr. Klaus Sejkora |
HV01
09:30 - 10:45 Uhr
Wir Menschen sehnen uns ein Leben lang nach Beziehung, Nähe, Liebe, Bindung, Vertrautheit und Intimität. Besonders stark erleben wir dies, wenn Zuneigung mit erotischer Anziehung und Sexualität zusammentrifft. Am Anfang steht oft die überwältigende Magie der Verliebtheit – "Every fairy tale comes true", singt Joni Mitchell im Titelsong meines Vortrags. Doch dieser Abschnitt ist eine Illusion, der früher oder später Ent-Täuschungen folgen: Die idealisierte Person zeigt sich als realer Mensch, mit eigenen Bedürfnissen und unerwarteten Unterschieden. Dann begegnen wir der anderen Seite der Liebe. Wir reaktivieren bewusst und unbewusst frühere und ganz frühe verletzende Beziehungserfahrungen, die unseren Blick trüben. Viele Paare suchen erst dann Hilfe, wenn sie lange vergeblich versucht haben, zur anfänglichen Euphorie zurückzukehren – und sich dabei verletzt haben. An einem Fallbeispiel wird der Referent zeigen, wie Paare ihre Unterschiedlichkeit annehmen und daraus echte Bindung und Verbundenheit entwickeln können.
Dr. Klaus Sejkora
• Klinischer und Gesundheitspsychologe
• Psychotherapeut (Transaktionsanalytische Psychologie)
• Lehrberechtigter Transaktionsanalytiker (CTA-Trainer) und Mitbegründer der Positiven Transaktionanalyse
• Co-Leiter des Donau Instituts Campus für Transaktionsanalyse
• Arbeitet in freier Praxis in Linz
• Schwerpunkte: Paarpsychotherapie, Angst
• Forschungsschwerpunkte: Positive Transaktionsanalyse, Hilflosigkeit, Binden und Loslassen, posttraumatische Belastungsstörungen (Post-Covid)
| 10:45 - 11:00 Uhr | Technikpause |
| 11:00 - 12:15 Uhr |
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Verliebt - vertraut - verbündet... Das Wir in Zeiten des Ichs
Dipl.-Psych.in Nele Sehrt |
HV02
11:00 - 12:15 Uhr
Der Vortrag untersucht, wie Paarbeziehungen sich in einer individualisierten Gesellschaft verändern. Zwischen Bindung und Autonomie entfaltet sich ein breites Spektrum an Beziehungskonzepten. Authentizität und Selbstbestimmung eröffnen neue Zugänge zu Intimität, gleichzeitig wachsen die Risiken emotionaler Überforderung – denn Spannungen bleiben in jeder Beziehungsform unvermeidlich. Wie auch immer man Beziehung gestaltet, an der emotionalen Arbeit führt kein Weg vorbei. Beziehung erweist sich als fortlaufender Prozess, in dem Verbundenheit sich vertiefen, verändern oder auch verlieren kann.
Dipl.-Psych.in Nele Sehrt
• Diplom-Psychologin (BDP)
• Klinische Sexologin (1. Niveau, ZISS) & Sexualtherapeutin (DGfS, IGST)
• Paar- und Beziehungstherapeutin (DGSF, EFT)
• Systemische Therapeutin (SG)
• Traumatherapeutin (IGST)
• Dozentin (IGST, SPT)
• Supervisorin (DGfS)
• Doktorandin & Psychotherapeutin i.A. (IST)
| 12:15 - 13:45 Uhr | Mittagspause |
| 13:45 - 15:00 Uhr |
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Lob der Vernunftehe
Priv.-Doz. Dr.med. Dipl.-Psych. Arnold Retzer |
HV03
13:45 - 15:00 Uhr
Zwar werden fast die Hälfte aller geschlossenen Ehe auch wieder geschieden, dennoch ist die Ehe besser als ihr Ruf, denn: 60% aller Erwachsenen leben in einer Ehe, davon über die Hälfte schon seit 45 Jahren und davon wiederum sind fast 70% der Paare sogar mit ihrer Ehe zufrieden. Was machen diese Paare offensichtlich richtig? Offenbar leben sie ihre Liebe mit Vernunft.
Der Vortrag versucht darzustellen, wie eine Ehe oder eheähnliche Partnerschaft vernünftig geführt werden kann. Das ist nicht leicht und vor allem nicht selbstverständlich, denn viele der Erfolgsrezepte, der Ratgeber und bunten Magazinen, die uns im Verlauf der letzten Jahrzehnte für das Gelingen unserer Beziehungen mit auf den Weg gegeben wurden, lasten schwer auf uns und unseren Beziehungen. Wofür die Ehe alles herhalten soll, wenn wir es nur richtig anstellen: Dauerhafte Liebe, aufregender Sex bis ins hohe Alter, Gleichberechtigung, Selbstverwirklichung und natürlich das ganz große Glück.
So überfordern wir aber die Ehe und gefährden sie – beides ist nicht vernünftig.
Priv.-Doz. Dr.med. Dipl.-Psych. Arnold Retzer
• Studium der Medizin, Psychologie und Soziologie
• Facharzt für psychotherapeutische Medizin
• Gründer und Leiter des Systemischen Instituts Heidelberg
• Lehrtherapeut, Lehrender Supervisor und Lehrender Coach (IGST, SG)
• Autor und Herausgeber von acht Büchern und weit über hundert wissenschaftlichen Arbeiten, u.a. das Buch Lob der Vernunftehe. Eine Streitschrift für mehr Realismus in der
Liebe. Frankfurt/Main (S. Fischer)
| 15:00 - 15:15 Uhr | Technikpause |
| 15:15 - 16:30 Uhr |
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Toxische Beziehungen – wenn die Magie endet
Gesa Reuter |
HV04
15:15 - 16:30 Uhr
Viele unserer Patient:innen berichten über gravierende Probleme in ihren Liebes-Beziehungen, die mittlerweile im Internet mit „ghosting“, „gaslighting“, „love bombing“, „future faking“ und als „toxische Beziehungen“ bezeichnet werden. Die jeweiligen Partner:innen werden gern als „narzisstisch“ bezeichnet, der neue ICD 11 schafft aber genau diese Diagnose wieder ab. Über alle diese Begriffe herrscht ein reger Austausch in vielen Online-Foren, ohne dass Therapeut:innen so richtig klar ist, um was es da eigentlich aus Sicht der Patient:innen geht und was diese da erleben. Dabei folgen die meisten toxischen Beziehungen erstaunlich regelmäßigen Mustern und Schemata, die man erkennen muss, um sie zu vermeiden. Zusätzlich treffen wir in der Praxis auf viele Patient:innen mit typischen dependenten Persönlichkeitsanteilen i.S. eines co-abhängigen Persönlichkeitsstils, der im ICD oder DSM nicht klar abgebildet wird, bis hin zur „Liebessucht“. Meist finden wir hier Menschen mit depressiven Störungen oder Ängsten, die eine sehr schwierige Biografie haben, teilweise komplex traumatisiert sind, und die in Beziehungen massive Konflikte und Probleme erleben, von denen sie sich kaum adäquat lösen können und in denen ihnen Selbstwertstärke, Abgrenzungsfähigkeit und Ich-Kompetenz fehlt. Dieser Vortrag beleuchtet die entsprechenden Begriffe aus praktischer Sicht, zeigt, wie diese in einer Therapie sinnvoll aufgegriffen und genutzt werden können, mit welcher Literatur und mit welchen Konzepten gearbeitet werden kann.
Gesa Reuter
• Psychologische Psychotherapeutin (VT)
• Supervisorin, Lehrtherapeutin und Selbsterfahrungsleiterin an verschiedenen Weiterbildungsinstituten
• Supervisorin an verschiedenen Kliniken und psychosozialen Einrichtungen
• Freie Praxis in Detmold und Bielefeld (D)
• Schwerpunkte: Lösungsorientierte Psychotherapie, Ego-State-Therapie, Hypnotherapie, Verhaltenstherapie, Coaching, Weiterbildung, Konfliktmanagement
| 16:30 - 17:00 | Pause |
| 17:00 - 18:15 Uhr |
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Je t’aime, je te trompe – Krisen um Affären konstruktiv begleiten
Dr.in sc. hum. Dipl.-Psych. Angelika Eck |
HV05
17:00 - 18:15 Uhr
Im Unterschied zu bekennend offenen Beziehungsformen spielen sich Affären im Heimlichen ab – bis sie herauskommen. Dann stehen oft drei Menschen vor einer persönlichen Entwicklungsherausforderung, die viel Spannung, manchmal Komplikationen mit sich bringt und besonderes therapeutisches Geschick erfordert. Der Vortrag thematisiert, wie die Krise einer Affäre paartherapeutisch so gehalten und begleitet werden kann, dass sie zu einer Wachstumsveranstaltung für das Paar und / oder jede:n Einzelne:n wird – oder auch nicht.
Dr.in sc. hum. Dipl.-Psych. Angelika Eck
• Diplom-Psychologin
• Paar- und Sexualtherapeutin
• systemische Lehrtherapeutin (SG, DGSF)
• Lehrende für Paartherapie (DGSF) und Lehrende der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) am Helm Stierlin Institut in Heidelberg und bei Lifelessons.de online
• Herausgeberin des 2016 erschienenen Buches "Der erotische Raum: Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie"
• Buchautorin: Ihr Buch „Leben.Lieben.Arbeiten – sexuelle Fantasien in der Therapie“ erschien 2020
• betreibt in Karlsruhe eine Praxis für Paar- und Sexualtherapie und Supervision
• für ZEITmagazin ONLINE beantwortete sie fünf Jahre lang in der Kolumne »Schlafzimmerblick« Fragen von Leserinnen und Lesern, deren Sammlung 2021 als Buch erschien
| 18:15 Uhr | Abschluss |
Samstag, 03.10.2026 |
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| 08:15 Uhr | Registrierung |
| 08:50 Uhr | Begrüßung |
| 09:00 - 10:00 Uhr |
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Liebe im Licht des Alltäglichen – und warum Magie dazu gehört
Prof.in Dr.in Gerti Senger |
HV06
09:00 - 10:00 Uhr
Unsere Jugend und unser junges Erwachsenenleben wurden von einer technikgläubigen Kultur geprägt. Aber in der Wissenschaft, der Wirtschaft und besonders im Beziehungsleben breitet sich ein „emotional turn“ aus. Wir entwickelten uns vom Neandertaler zum „Homo Sapiens“, dem weisen Menschen, und befinden uns heute im Stadium des „Homo Sentiens“, dem emotionalen oder „fühlenden“ Menschen.
Wir fühlen mit, wenn ein Prinz/eine Prinzessin heiratet, ein:e Schauspieler:in verlassen oder ein:e Politiker:in verraten wird. Trotz der explosiven Entwicklungen auf dem Gebiet der KI faszinieren magische Geschehnisse mehr denn je. Obwohl die Welt und das Beziehungsleben durch die KI komplexer und widersprüchlicher wurde, änderte sich nichts an der Sehnsucht nach Liebe, nach Verbindlichkeit und nach Gefühlen.
Tief im Inneren spürt jede:r, dass die Kraft erfüllter Beziehungen der Motor unseres Lebens ist.
Prof.in Dr.in Gerti Senger
Fotocredit: Mastalier
• Studium der Psychologie und Pädagogik
• Gesundheitspsychologin und Klinische Psychologin
• Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
• Zertifizierte IMAGO-Therapeutin (Paar-Therapie)
• Vorlesungstätigkeit an der Universität Wien
• Kolumnistin der KRONE
• Autorin zahlreicher Fachartikel und Bücher
• Co-Vorsitzende der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung
• Wissenschaftlicher Beirat der MÖWE
• Frei praktizierende Psychotherapeutin und Klinische Psychologin in Wien
• Regelmäßige Vorträge, Seminare, Workshops und Fortbildungsveranstaltungen
| 10:00 - 10:15 Uhr | Technikpause |
| 10:15 - 11:15 Uhr |
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Wollen wir noch reden, wir kennen uns doch schon so lange!
Gabriele Frohme |
HV07
10:15 - 11:15 Uhr
Was hält eine Paarbeziehung über viele Jahre hinweg stabil – trotz Belastungen, Veränderungen und Konflikten? Im Zentrum dieser Frage steht die Kommunikation als Schlüsselressource. Im Alter ist die Kommunikation oft härter, verbitterter, ..“Der muss doch endlich mal verstehen was ich meine..“
Im Vortrag und anschließendem Vertiefungs-Workshop wird dargestellt, wie Gesprächs- und Interaktionsmuster Bindung stärken oder untergraben können. Im Fokus stehen u.a. der Umgang mit destruktiven Kommunikationsdynamiken, den sogenannten „Psycho Spielchen“. Zugleich wird aufgezeigt, welche Faktoren über die Kommunikation hinaus – etwa geteilte Werte, emotionale Sicherheit (Treue), Humor und eine wertschätzende Grundhaltung – für die Langzeitstabilität relevant sind.
Im späteren Workshop ist das Ziel, Kommunikationsprozesse in ihrer Tiefe zu verstehen und für die Arbeit mit Paaren praktisch nutzbar zu machen.
Gabriele Frohme
• Psychologische Psychotherapeutin
• Lehrende Transaktionsanalytikerin in den Bereichen Beratung und Psychotherapie
• Lehrsupervisorin European Association for Supervising und Coaching
• Heilpraktikerin
• Seit 1992 selbstständig in eigener Praxis tätig und Leitung des Wuppertaler Instituts für Transaktionsanalyse
• besonderer Schwerpunkt: Behandlung von psychosomatischen Störungen, verbindet als Heilpraktikerin alternative Medizin mit Psychotherapie und Körpertherapie
• Langjährige Weiterbildungen in der Gestalt- und Körpertherapie, sowie in systemischer Therapie und Beratung
| 11:15 - 11:45 Uhr | Pause |
Block 1 (Auswahlmöglichkeit des Workshops)11:45 - 13:15 Uhr |
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Besondere Herausforderungen queerer Paare in der Paartherapie. Wie können Paartherapeut:innen hilfreich unterstützen und begleiten?
Mag.a (FH) Magdalena Ségur-Cabanac ,MSc |
Block 1
NV01
11:45 - 13:15 Uhr
Queere Paare stehen vor besonderen Herausforderungen: Neben klassischen Beziehungskonflikten sind sie mit gesellschaftlicher Diskriminierung, Minderheitenstress, Coming-out-Differenzen und der Entwicklung eigener Beziehungsskripte konfrontiert. Der Vortrag zeigt, wie Paartherapeut:innen und Berater:innen diese Dynamiken verstehen und queeraffirmativ sowie diskriminierungssensibel begleiten können. Im Fokus stehen eine intersektionale Perspektive, der konstruktive Umgang mit internalisierter Scham und Diskriminierungserfahrungen sowie die Stärkung von Ressourcen und Resilienz. Ziel ist es, Fachpersonen praxisnah zu sensibilisieren und konkrete Impulse für eine vielfältige und unterstützende Paartherapie zu vermitteln.
Mag.a (FH) Magdalena Ségur-Cabanac ,MSc
• Psychotherapeutin für Integrative Gestalttherapie
• Paar- und Sexualtherapie in freier Praxis in Wien
• Klinische Sexologin (Sexocorporel),
• Weiterbildungen in Gender Sex Relationship Diversity (GSRD) Therapy, Systemischer Therapie mit der inneren Familie (IFS)
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Magie des Traumahauses - Heilungswege mit der traumasensiblen Paartherapie
PD Dr. Katharina Klees |
Block 1
WEB01
11:45 - 13:15 Uhr
Das Traumahaus zeigt auf magische Weise, was in Beziehungen geschieht, wenn alte Verletzungen wirken. Ein anschauliches Bild, das sofort verständlich macht, wie Paare Trauma erkennen und heilen können. Die Referentin widmet sich der "Magie des Traumhauses" und beschreibt, wie ein traumasensibler Umgang in der Paartherapie gelebt werden kann.
PD Dr. Katharina Klees
• Paar-, Sexual- und Traumatherapeutin
• promoviert und habilitiert zu Partnerschaft und Kindeswohlgefährdung
• Entwicklerin der traumasensiblen Paartherapie
• Autorin mehrerer Fachbücher
• Gründerin der Dr. Klees Akademie, Ausbildung von über 2.000 Therapeut:innen, aktuell wissenschaftlich evaluiert
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Arbeit mit Paaren und Sexualität – ein Rezept für alltägliche Magie als Therapeut:in
Karina Kehlet Lins |
Block 1
WEB02
11:45 - 13:15 Uhr
Das Thema Sexualität in der Psychotherapie stellt oft eine Hürde dar: Manche Klient:innen verstehen nicht, was passiert ist mit dem Sexualleben, sie wissen nur, dass es aufgehört hat “zu klappen”. Manche Paare wollen unterschiedliche Dinge, und wieder andere verspüren einfach keine Lust mehr. Als Therapeut:in könnte das als eine schwierige Angelegenheit erscheinen, zudem wissen manche vielleicht auch nicht, wie und ob sie überhaupt mit sexuellen Fragen in der Therapie umgehen sollen.
Dabei ist es gar nicht so schwierig, Paare durch die Herausforderungen der sexuellen Schwierigkeiten zu lotsen, und wie jedem Anfang ein Zauber inne wohnt, können auch wir Therapeut:inenn Paaren helfen, einen Neuanfang bezüglich der Sexualität zu erleben. Mit gezielten Fragetechniken und ein paar Denkanstößen können wir Paare wunderbar weiter helfen.
Karina Kehlet Lins
• Diplompsychologin
• systemische Psychotherapeutin
• Lehrtherapeutin für Sexualtherapie und Dozentin für klinische Sexologie an der Universität von Kopenhagen.
• Autorin von Fachbüchern
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Verlieben sich zwei Autobusse? - Hypnosystemische Strategien in der Paartherapie
MMag.a Katharina Henz |
Block 1
WEB03
11:45 - 13:15 Uhr
Wenn zwei Menschen einander in Liebe begegnen, bringen beide ihre vollbesetzten Busse mit in die Beziehung. Kursabweichungen, Koordinationsprobleme – und gelegentliche Kollisionen – sind nicht nur möglich, sondern in Paarbeziehungen eher die Regel als die Ausnahme. Die Folge: es "schlingern" nicht nur die Paare, sondern oft auch die Paartherapeut:innen.
Hypnosystemische Paartherapie hilft festgefahrene Wahrnehmungs- und Reaktionsschleifen schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Die Aufmerksamkeit wird so wirksam von der Problem- in die Lösungstrance gelenkt.
In diesem Workshop erkunden wir das 1 x 1 der hypnosystemischen Paartherapie: Musterbildung, Teilearbeit, Ressourcenblick und doppelte Aufmerksamkeitsfokussierung. So begleiten wir Paare auf dem Weg zu neuen Zielen, stimmigen Routen und einer Beziehung, die wieder Fahrt aufnimmt.
MMag.a Katharina Henz
• Systemische Einzel-, Paar- und Familienpsychotherapeutin
• Tätig in eigener Praxis in Wien
• Gemeinsam mit Claudia Bernt gründete sie 2020 das Wiener Systemische Zentrum
• Autorin von Fachbüchern zur Paartherapie
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Auf der Suche nach dem WIR
Dr.in Bärbel Wardetzki |
Block 1
WEB04
11:45 - 13:15 Uhr
Beziehungen zwischen Menschen können auf mindestens zwei unterschiedliche Beziehungsweisen entstehen:
Die erste ist, Beziehungen aus einer narzisstisch egoistischen Bedürfnislage heraus aufzunehmen. Hier werden wir vergeblich ein WIR finden, denn es geht weniger um das Miteinander als primär um den eigenen Nutzen, manchmal sogar auf Kosten des Gegenübers. Machtstreben, Manipulation und Überheblichkeit dominieren. Das geschieht nicht nur in Zweierbeziehungen, sondern auch in Freundschaften, in der Familie, in der Therapie und anderen beruflichen Zusammenhängen. Daraus entstehen große Spannungen, Verletzungen und Kränkungen bis hin zum Scheitern der Beziehung.
Die andere Beziehungsweise ist die aus der Suche nach Gemeinsamkeit, nach dem Wir und nach Liebe. Die Suche nach dem Wir ist ein entscheidender Faktor für eine erfüllende, sinnstiftende Beziehung. Es entsteht nicht aus sich selbst heraus, sondern beruht auf der Wechselwirkung zwischen den Beteiligten einerseits und dem Kontext, in dem sie sich befinden andererseits.
Im Webinar wird die Referentin diese Dynamiken erklären und es werden Wege zu mehr Wirgefühl erarbeitet.
Dr.in Bärbel Wardetzki
• Pädagogin M.A.
• Diplom-Psychologin
• Praxis für Psychotherapie, Supervision und Coaching in München
• Gestalt-, Verhaltens- und Familientherapeutin
• Autorin zahlreicher Artikel und Bücher zu Essstörungen, Narzissmus und Kränkungen, sowie zu narzisstischen Beziehungsproblemen (u.a. "Weiblicher Narzissmus", "Ohrfeige für die Seele", "Nimm´s bitte nicht persönlich", "Narzissmus", "Verführung und Macht" etc.)
• Vortrags- und Seminartätigkeit im In- und Ausland
• Häufige Auftritte im Radio und Fernsehen.
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Wollen wir noch Reden, wir kennen uns doch schon so lange! - Vertiefung des Vortrags
Gabriele Frohme |
Block 1
WS01
11:45 - 13:15 Uhr
Dieser Workshop ist die Vertiefung des Hauptvortrags "Wollen wir noch Reden, wir kennen uns doch schon so lange!".
Das Ziel des Workshops ist es, Kommunikationsprozesse in ihrer Tiefe zu verstehen und für die Arbeit mit Paaren praktisch nutzbar zu machen.
Gabriele Frohme
• Psychologische Psychotherapeutin
• Lehrende Transaktionsanalytikerin in den Bereichen Beratung und Psychotherapie
• Lehrsupervisorin European Association for Supervising und Coaching
• Heilpraktikerin
• Seit 1992 selbstständig in eigener Praxis tätig und Leitung des Wuppertaler Instituts für Transaktionsanalyse
• besonderer Schwerpunkt: Behandlung von psychosomatischen Störungen, verbindet als Heilpraktikerin alternative Medizin mit Psychotherapie und Körpertherapie
• Langjährige Weiterbildungen in der Gestalt- und Körpertherapie, sowie in systemischer Therapie und Beratung
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Die Kunst des Vergebens
Priv.-Doz. Dr.med. Dipl.-Psych. Arnold Retzer |
Block 1
WS02
11:45 - 13:15 Uhr
Im Leben sind wir unvermeidlich dem Erleiden von Unglück ausgesetzt, das wir oft als erlittenes Unrecht erleben, besonders dann, wenn wir nicht Unrecht und Unglück, sondern Recht, Gerechtigkeit oder vielleicht sogar Glück erwarten.
Die Folge ist, dass wir uns dem erlittenen unverzeihlichen Unrecht meist hilflos ausgeliefert fühlen. Dabei haben wir auch hier (zumindest prinzipiell) Optionen: Wir können weiterhin auf Recht, Gerechtigkeit und Ausgleich hoffen und dafür auf die Methode der Zurückzahlung von Schuld und Schulden setzen, auf Einklagen und Wiedergutmachung, oft mit erheblichen Kosten und noch mehr Leid und Schmerz. Oder auch auf die weniger populäre Methode der Vergebung, die eben gerade nicht auf Recht, Ausgleich, Wiedergutmachung und Gerechtigkeit setzt.
Im Workshop wird das von Arnold Retzer entwickelte Konzept des Vergebens und seine pragmatische Anwendung in Paarbeziehungen und Paartherapien vorgestellt und wie sich dadurch neue Möglichkeiten der Veränderung und des Wandels ergeben können. Es wird der Frage nachgegangen, was eigentlich mit Vergeben gemeint ist und wie vergeben werden kann, aber nicht vergeben werden muss.
Bitte beachten Sie, am Vormittag findet derselbe Workshop (WS05) statt.
Priv.-Doz. Dr.med. Dipl.-Psych. Arnold Retzer
• Studium der Medizin, Psychologie und Soziologie
• Facharzt für psychotherapeutische Medizin
• Gründer und Leiter des Systemischen Instituts Heidelberg
• Lehrtherapeut, Lehrender Supervisor und Lehrender Coach (IGST, SG)
• Autor und Herausgeber von acht Büchern und weit über hundert wissenschaftlichen Arbeiten, u.a. das Buch Lob der Vernunftehe. Eine Streitschrift für mehr Realismus in der
Liebe. Frankfurt/Main (S. Fischer)
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Die Magie der Liebe ist ein Bindungsanker! Wir sind die Magier und haben magische Antworten auf die Angst
Dipl.-Psych.in Brigitte Lämmle |
Dipl.-Psych.in Brigitte Lämmle
Foto Copyright: SWR
• Psychologin
• system. Lehrtherapeutin
• freiberuflich als Paar- und Familientherapeutin, in eigener Praxis tätig
• 1996 - 2004 Moderatorin von "Lämmle Live"
• Autorin zahlreicher Fachbücher (Letzte Buchveröffentlichung: "Erklär mir Deine Welt")
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Für immer zu zweit? Alternative Beziehungsformen in der Paarberatung
Dr.in Christina Lohr-Berger Dag-Michael Berger |
Block 1
WS04
11:45 - 13:15 Uhr
Die Monogamie ist mittlerweile nicht mehr automatisch die einzig mögliche Beziehungsform, für die sich Paare entscheiden. Aber wer sich gegen die klassische (serielle) Monogamie entscheidet - egal ob von Anfang an oder erst im Verlauf einer langjährigen Beziehung - steht immer wieder vor Herausforderungen und diese sind oft anders gelagert als jene von monogam lebenden Paaren. Die Suche nach Verständnis und Unterstützung führt auch diese Menschen in die Beratung. Das erfordert auf Seiten der Beratenden Fingerspitzengefühl und eine wachsende Expertise.
Dieser Workshop richtet sich in alle, die ihre Arbeit mit Paaren um den Aspekt nicht monogamer Beziehungsformen, wie z.B. offene oder polyamoröse Formen erweitern wollen.
Mit theoretischen Impulsen und praktischen Übungen möchten wir folgende Spannungsfelder beleuchten:
- Sicherheit vs. Freiheit: Umgang mit Regeln
- Offenheit vs. Privatsphäre: Umgang mit Transparenz
- Eifersucht vs. Gönnen können: Umgang mit Außenpartner:innen
Dr.in Christina Lohr-Berger
• Diplom-Psychologin, approbierte Verhaltenstherapeutin, Coach, Supervisorin, Selbsterfahrungsleiterin
• arbeitet mit Einzelpersonen, Paaren und Kleingruppen in eigener privater Praxis in München
• daneben ist sie als Referentin und Autorin in den Bereichen Emotionsregulation, Embodiment und Sexualität tätig.
Dag-Michael Berger
• Systemischer Coach, Paar- und Sexualberater
• arbeitet mit Einzelpersonen, Paaren und Kleingruppen in eigener privater Praxis in Ilmenau/Thüringen und München
• daneben Tätigkeit als Referent zu Themen der Paarberatung, offenen Beziehungen und Sexualität.
| 13:15 - 14:45 Uhr | Mittagspause |
Block 2 (Auswahlmöglichkeit: Workshop oder Vortrag)14:45 - 16:15 Uhr |
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Reise in den erotischen Raum? - Sexuelle Fantasien als Thema der Therapie bei sexueller Lustlosigkeit
Dr.in sc. hum. Dipl.-Psych. Angelika Eck |
Block 2
NV02
Klient:innen, die sich als sexuell lustlos bezeichnen, reagieren auf die Frage nach ihrer Lust oft defensiv oder fühlen sich noch mehr unter Druck gesetzt. Sexuelle Gedanken oder Fantasien sind ihnen erst einmal fern. Der Workshop thematisiert den dialektischen Umgan mit dieser Paradoxie des Wollensollens und zeigt, wie im späteren Therapieverlauf Imaginationen und kreative Arbeit mit sexuellen und nichtsexuellen Fantasien genutzt werden können, um die Person mit sich selbst und ihrer Erotik in Kontakt zu bringen und diese zu erkunden.
Dr.in sc. hum. Dipl.-Psych. Angelika Eck
• Diplom-Psychologin
• Paar- und Sexualtherapeutin
• systemische Lehrtherapeutin (SG, DGSF)
• Lehrende für Paartherapie (DGSF) und Lehrende der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) am Helm Stierlin Institut in Heidelberg und bei Lifelessons.de online
• Herausgeberin des 2016 erschienenen Buches "Der erotische Raum: Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie"
• Buchautorin: Ihr Buch „Leben.Lieben.Arbeiten – sexuelle Fantasien in der Therapie“ erschien 2020
• betreibt in Karlsruhe eine Praxis für Paar- und Sexualtherapie und Supervision
• für ZEITmagazin ONLINE beantwortete sie fünf Jahre lang in der Kolumne »Schlafzimmerblick« Fragen von Leserinnen und Lesern, deren Sammlung 2021 als Buch erschien
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Raus aus der Verfolger-Rückzügler-Dynamik
Louisa Scheling, M.Sc. |
Block 2
WEB05
Ein häufiges Konfliktmuster, in dem Paare gefangen sind, ist die sogenannte Verfolger-Rückzügler-Dynamik: Während eine Person in Konfliktsituationen eher dazu tendiert, zu kritisieren, Forderungen zu stellen und erfolglose Versuche zu unternehmen, den anderen einzubeziehen, neigt die andere Person hingegen dazu, sich defensiv zurückzuziehen.
Ziel dieses Workshops ist es, solche Verfolger-Rückzügler Dynamiken erkennen zu können, ihre Grundlagen zu verstehen und zu lernen, wie sie mithilfe von Ansätzen der emotionsfokussierten Paartherapie aufgelöst werden können.
Bitte ein DIN A4-Blatt und einen Stift bereithalten.
Louisa Scheling, M.Sc.
• Psychologin (M.Sc.)
• Doktorandin der Persönlichkeitspsychologie mit Schwerpunkt Paarforschung
• Emotionsfokussierte Paartherapeutin
• Systemische Sexualtherapeutin
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Beziehung und Sexualität im Störfeuer supernormativer Belohnungsreize
Dr.in med. Heike Melzer |
Block 2
WEB06
Wir leben in einer Welt dauernder Verführung. Belohnungsreize sind ubiquitär vorhanden, allseits verfügbar und sie konkurrieren mit normalen Reizen, die eine Partnerschaft zur Verfügung steht.
In diesem Online-Workshop möchte die Referentin diesen Belohnungsreizen Zeit widmen und die Auswirkungen auf Partnerschaft und Sexualität ins Visier nehmen.
Dr.in med. Heike Melzer
• Neurologin, Psychotherapeutin und Business-Coach
• führt eine privatärztliche Praxis für Paar- und Sexualtherapie im Herzen Münchens.
• Seit mehr als 25 Jahren begleitet sie Klient:innen durch die Serpentinen ihres Lebens
• Dozentin in der Milton-Erickson Gesellschaft für Hypnose und gefragte Interviewpartnerin.
• Als gedankliche Grenzgängerin und Querdenkerin widmet sie sich in ihrer direkten und unerschrockenen Art zeitaktuellen Tabuthemen um Sexualität und Liebe.
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"Ich bin nicht deine Therapeutin!" - Vom Bagatellisieren und Pathologisieren von Bindungsstrebungen
Mag.a Karin Pinter |
Block 2
WEB07
Das emotionale Engagement ist unerlässlich für die Entwicklung von Bindungssicherheit in Partnerschaften sowie in allen guten Beziehungen. Unsichere Bindungsmuster können die Bereitschaft zur emotionalen Präsenz unterminieren durch Protest (Angriff, Vorwurf, Kritik, Fordern) oder Rückzug (Mauern, Entwertung, emotionale Kälte, Bagatellisieren). Diese beiden Varianten unsicherer Bindung belasten die Paarbeziehung, sodass die legitimen Bedürfnisse, die Protest und Rückzug befeuern, nicht mehr erkannt werden.
Die Polarisierung und Bewertung von Bindungsstrebungen wie „Suche nach Nähe“ als Abhängigkeit und „Selbstbehauptung“ als Autonomie kann eine konflikthafte Paardynamik verstärken.
Um zu verstehen, wie Paarcoaching negative Paardynamiken aufhalten kann, ist es hilfreich, Bindungsbedürfnisse und das Wesen der Bindungsprozesse in den Fokus zu rücken und von Alltagsklischees zu befreien. Wie lässt sich das Denken, das Fühlen und das Kommunizieren des Paares so verändern, dass neue positive Erfahrungen kreiert werden?
Mag.a Karin Pinter
• Psychoanalytikerin
• Supervisorin und Coach
• freie Praxis in Wien
• Zahlreiche Vorträge, Seminare und Publikationen
• Langjährige Redakteurin und zuletzt Chefredakteurin der Fachzeitschrift "Psychotherapie Forum"
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Die Kunst des Vergebens
Priv.-Doz. Dr.med. Dipl.-Psych. Arnold Retzer |
Block 2
WS05
Im Leben sind wir unvermeidlich dem Erleiden von Unglück ausgesetzt, das wir oft als erlittenes Unrecht erleben, besonders dann, wenn wir nicht Unrecht und Unglück, sondern Recht, Gerechtigkeit oder vielleicht sogar Glück erwarten.
Die Folge ist, dass wir uns dem erlittenen unverzeihlichen Unrecht meist hilflos ausgeliefert fühlen. Dabei haben wir auch hier (zumindest prinzipiell) Optionen: Wir können weiterhin auf Recht, Gerechtigkeit und Ausgleich hoffen und dafür auf die Methode der Zurückzahlung von Schuld und Schulden setzen, auf Einklagen und Wiedergutmachung, oft mit erheblichen Kosten und noch mehr Leid und Schmerz. Oder auch auf die weniger populäre Methode der Vergebung, die eben gerade nicht auf Recht, Ausgleich, Wiedergutmachung und Gerechtigkeit setzt.
Im Workshop wird das von Arnold Retzer entwickelte Konzept des Vergebens und seine pragmatische Anwendung in Paarbeziehungen und Paartherapien vorgestellt und wie sich dadurch neue Möglichkeiten der Veränderung und des Wandels ergeben können. Es wird der Frage nachgegangen, was eigentlich mit Vergeben gemeint ist und wie vergeben werden kann, aber nicht vergeben werden muss.
Bitte beachten Sie, am Vormittag findet derselbe Workshop (WS02) statt.
Priv.-Doz. Dr.med. Dipl.-Psych. Arnold Retzer
• Studium der Medizin, Psychologie und Soziologie
• Facharzt für psychotherapeutische Medizin
• Gründer und Leiter des Systemischen Instituts Heidelberg
• Lehrtherapeut, Lehrender Supervisor und Lehrender Coach (IGST, SG)
• Autor und Herausgeber von acht Büchern und weit über hundert wissenschaftlichen Arbeiten, u.a. das Buch Lob der Vernunftehe. Eine Streitschrift für mehr Realismus in der
Liebe. Frankfurt/Main (S. Fischer)
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Die Magie der Liebe ist ein Bindungsanker! Wir sind die Magier und haben magische Antworten auf die Angst
Dipl.-Psych.in Brigitte Lämmle |
Dipl.-Psych.in Brigitte Lämmle
Foto Copyright: SWR
• Psychologin
• system. Lehrtherapeutin
• freiberuflich als Paar- und Familientherapeutin, in eigener Praxis tätig
• 1996 - 2004 Moderatorin von "Lämmle Live"
• Autorin zahlreicher Fachbücher (Letzte Buchveröffentlichung: "Erklär mir Deine Welt")
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Beziehungsgestaltung therapeutisch/beratend begleiten: Zwischen Bindung und Differenzierung.
Dipl.-Psych.in Nele Sehrt |
Block 2
WS07
Der Workshop beleuchtet, wie Paare zwischen Autonomie und Verbundenheit tragfähige Formen von Beziehungsgestaltung entwickeln können. Im Zusammenspiel von Harmonie- und Konfliktkulturen werden bindungsorientierte und differenzierungsbasierte Ansätze mit systemischen Konzepten individueller Lösungen verknüpft. Im Fokus steht der Übergang von Lösungen erster Ordnung – Kontextstabilisierung durch Verzicht, Kompromisse oder ex-kommunizierte Bedürfnisse – zu Lösungen zweiter Ordnung, in denen Sichtbarkeit und Akzeptanz des Ichs ein belastbares Wir ermöglichen. Dabei wird herausgearbeitet, wie Therapeut:innen und Berater:innen mit lösbaren und dauerhaft bestehenden Paarkonflikten umgehen und wie gemeinsame Werte eine tragfähige Alternative zu normativen Beziehungsskripten bilden.
Dipl.-Psych.in Nele Sehrt
• Diplom-Psychologin (BDP)
• Klinische Sexologin (1. Niveau, ZISS) & Sexualtherapeutin (DGfS, IGST)
• Paar- und Beziehungstherapeutin (DGSF, EFT)
• Systemische Therapeutin (SG)
• Traumatherapeutin (IGST)
• Dozentin (IGST, SPT)
• Supervisorin (DGfS)
• Doktorandin & Psychotherapeutin i.A. (IST)
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Kleine Methoden mit spürbarer Wirkung - Impulse für die praktische Arbeit mit Paaren
Mag.a Stanislava Schraufek Merdinger |
Block 2
WS08
Besonders in Krisenzeiten kann die Paardynamik auch in der Paartherapie sehr reaktiv sein. Um die Prozesssteuerung in der Sitzung zu erleichtern oder bestimmtes emotionales Erleben zu ermöglichen, kann es hilfreich sein, sich nicht nur verbaler Methoden zu bedienen.
Der Workshop bietet Impulse für kleine praktische und erlebnisorientierte Methoden für die Arbeit mit Paaren, um die emotionale Verbundenheit zu stärken, die partnerschaftlichen Ressourcen zu aktivieren und die Akzeptanz der Unterschiede in der Persönlichkeit und im Umgang mit Konflikten zu erhöhen.
Mag.a Stanislava Schraufek Merdinger
• Klinische Psychologin,
• Psychotherapeutin (KIP),
• Traumatherapeutin und Paartherapeutin (Existenzanalytische Paartherapie, EFT),
• Seit 2014 Beraterin bei FIBEL – Fraueninitiative bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften
| 16:15 - 16:45 Uhr | Pause |
| 16:45 - 17:45 Uhr |
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Die Magie des Augenblicks – Paartherapie im Hier und Jetzt
Prof. Dr. phil. Marcel Schär Gmelch |
HV08
16:45 - 17:45 Uhr
Die wirksamsten Momente in der Paartherapie entstehen oft nicht durch spezielle Techniken, sondern durch das bewusste Erleben des gegenwärtigen Augenblicks. Dieser Vortrag beleuchtet, wie liebevolle Präsenz, emotionale Resonanz und das therapeutische Gespür für „das Jetzt“ zentrale Veränderungsprozesse in der Paararbeit ermöglichen. Viele vermeintlich festgefahrene oder irritierende Dynamiken lassen sich nicht durch rationale Aufarbeitung, sondern durch das gemeinsame Erleben im Hier und Jetzt klären und transformieren. Anhand von Praxisbeispielen und theoretisch-praktischem Hintergrundinformationen wird gezeigt, wie wir Paaren helfen können, sich jenseits von alten Mustern neu zu begegnen – unmittelbar, lebendig und verbindend.
Prof. Dr. phil. Marcel Schär Gmelch
• eidg. anerkannter Psychotherapeut
• Leiter des Zentrums Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
• Dozent für Klinische Psychologie und Psychotherapie in Studium und Weiterbildung
• Dozent an verschiedenen Hochschulen (Universität Bern, Universität Basel, ...)
• Autor zahlreicher Publikationen
| 17:45 Uhr | Verabschiedung |

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